Musikwissenschaftler, Dirigent, Pianist, Musikkritiker, Rundfunkmitarbeiter, Übersetzer, Bearbeiter. Jüdisch. Ab 1923 Studium am NWK (Komposition, Theorie, Klavier, Violoncello und Klarinette), 1926 Abschluss mit dem Diplom, und an der Universität Wien bei Guido Adler (Eibenschütz, 1851–Wien, 1941) und Robert Lach (Wien, 1874–Wien,1958) Musikwissenschaft, 1928 Promotion (unter dem Namen Mosco Cohen). 1928/29 Dozent am Neuen Wiener Konservatorium. 1929 Opernkapellmeister am Stadttheater in Troppau, in dieser Zeit änderte er seinen Geburtsnamen Cohen in Carner. 1930 Opernkapellmeister im Staatstheater in Danzig. Entlassung im Sommer 1933 wegen seiner jüdischen Herkunft. Reiste mit einem Touristenvisum nach Großbritannien, wo er unterschiedliche Berufe ausübte.
Er verfasste u.a.:
Puccini: A Critical Biography, Gerald Duckworth, 1958. (mehrfach überarbeitet und neu aufgelegt; die letzte von ihm besorgte Verfassung wurde postum 1992 veröffentlicht)
Alban Berg: The Man and his Work, Gerald Duckworth, 1975. (erweiterte Fassung 1983)
Studien zur Sonatenform bei Robert Schumann, Wien 1928. (Dissertation; unter seinem Geburtsnamen Cohen veröffentlicht)
Quellen:
Lexikon verfolgter Musikerinnen und Musiker der NS-Zeit, Universität Hamburg