Sängerin. Jüdisch. Tochter des Rabbiners Adolf Löwy und seiner Frau Theresa, geb. Freund. Sängerische Ausbildung bei Lilli Lehmann in Wien, Operndebüt erfolgte 1917 in Straßburg. Spätere Auftritte am Stadttheater Freiburg im Breisgau, am Landestheater Darmstadt (ca. 1920 bis 1923), in der Kölner Oper, an der Großen Volksoper in Berlin und zwischen 1925 und 1932 an der Oper in Leipzig. Auch als Gast an den Dresdner und Wiener Staatsopern. Rollen u.a. als Gräfin („Figaros Hochzeit“), Donna Anna („Don Giovanni“), Tosca, Elsa („Lohengrin“) und Kaiserin („Die Frau ohne Schatten“) und in zeitgenössischen Produktionen wie etwa Hermann Wetzlers „Die baskische Venus“ (1927) oder Erwin Dressels „Der Rosenbusch der Maria“ und nicht zuletzt 1927 als Anita an der Leipziger Uraufführung von Ernst Kreneks „Jonny spielt auf“, die von Gustav Brecher inszeniert und vom Komponisten selbst dirigiert wurde . Sie rat unter namhafte Dirigenten auf, etwa Leo Blech, Fritz Busch, Otto Klemperer, Hans Pfitzner, Franz Schalk, Richard Strauss und Bruno Walter. 1925–1932 Star des Leipziger Ensembles. 1933 Flucht aus Deutschland, kurze Zeit in Prag, dann Wien, Sängerin u.a. an der Volksoper 1934/35. Ab 1933 Gesangslehrerin am Neuen Wiener Konservatorium. 1938 Flucht in die USA.
Quellen:
Lexikon verfolgter Musikerinnen und Musiker der NS-Zeit, Universität Hamburg