Tänzerin, Choreografin, Tanzlehrerin. Tochter eines wohlhabenden jüdischen Ehepaars (Theodor und Maria Bondi), Künstlernamen Gertrud Bodenwieser. Ab 1919 Tanzlehrerin am NWK (unklar bis wann). 1920 Berufung an die Staatsakademie für Musik und darstellende Kunst. 1938 Emigration über Kolumbien nach Australien, wo sie zu einer der wichtigsten Vertreterinnen des modernen Balletts wurde.
Werke:
Dämon Maschine 1924; Der brennende Dornbusch (nach Oskar Kokoschka, 1926); Wer will Frau Wahrheit beherbergen 1930; Die Masken Luzifers 1936.
The New Dance 1960; Beiträge in der Zeitschrift Der Tanz 1926 ff.
Quellen:
Agnes Bleier-Brody: Gertrud Bodenwieser-Rosenthal und der Neue Tanz. In: Josef Mayerhöfer [Hg.]: Tanz. 20. Jahrhundert in Wien. Ausstellungskatalog. Wien: Österreichisches Theatermuseum 1979, S. 53 ff.
Andrea Amort: Rosalia Chladeks prägender Einfluss in der künstlerisch-pädagogischen (Aus-)Bildung der Wiener Tanzmoderne. Unter besonderer Berücksichtigung der politischen und künstlerischen Wende in den 1930er Jahren sowie ihre Leitungstätigkeit am Konservatorium von 1942 bis 1952, in: Susana Zapke, Oliver Rathkolb et al. (Hg.): Die Musikschule der Stadt Wien im Nationalsozialismus. Eine "ideologische Lehr- und Lerngemeinschaft". Wien 2020, 117-147.
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