Pianist, Unterhaltungsmusiker, Buchbinder. 1932 Freiplatz und Stipendium am Neuen Wiener Konservatorium. Hier studierte er Klavier und Musiktheorie bei Joseph Marx, Edmund Eysler und später bei Rudolf Kattnig. Während des Krieges privater Klavierunterricht. 1950–1952 Studium an der Wiener Musikakademie im Fach Operetten- und Filmkomposition. Seit 1945 war er als Barpianist in Wien, Bad Gastein, Gmunden und Salzburg tätig.
Rundfunkoperetten von Richard Karger: „Goldene Trauben“, „In der Cafeteria“, „Liebesromanze“, „Faschingskrapfen”, die musikalische Komödie „Grande Amore“ und viele, viele wienerische Lieder. „Ja, ja nach Wien“, „Am Franziskanerplatz“, „Zum alten Wein“, „Adieu du alte Gaslatern“, „Zum goldenen Fassel“ und eine Suite „Tanzende Puppen“.
Quellen:
Hans Hauenstein: Interpreten des Wienerliedes, Wien: Karner, 1979.
Lexikon der Juden in der Musik. Mit einem Titelverzeichnis jüdischer Werke; zusammengestellt im Auftrag der NSDAP auf Grund behördlicher, parteiamtlich geprüfter Unterlagen, bearb. von Stengel, Theo und Herbert Gerick. Berlin: Bernhard Hahnefeld Verlag, 1940
Eva Weissweiler: Ausgemerzt! Das Lexikon der Juden in der Musik und seine mörderischen Folgen, Köln: Dittrich, 1999.
Oesterreichisches Musiklexikon online
Lexikon verfolgter Musikerinnen und Musiker der NS-Zeit, Universität Hamburg
Wienbibliothek, Wien, http://www.wienbibliothek.at/: Nachlass Richard Karger.
Wiener Stadt- und Landesarchiv, Wien, https://www.wien.gv.at/kultur/archiv/: Meldeunterlagen Richard Karger.